Browsergames – Geschichte, Entwicklung und Zukunft

Browsergames sind seit einigen Jahren ganz sicher eine feste Größe in der Gamelandschaft. Schliesslich bringen sie den Herstellern satte Gewinne ein, was selbstverständlich für die Top Games gilt. Besonders beliebt sind auch hier sogenannte Massive Multiplayer Games. Der wohl wichtigste Grund für den Siegeszug der Browsergames ist sicherlich deren einfache Verfügbarkeit. Im Gegensatz zu Client Games oder herkömmlichen Computergames benötigen Browsergames in der Regel (hin und wieder wird ein Browserplugin benötigt) keine Installation. Hinzu kommt, dass sich meistens um free2play Games handelt. Sprich, man kann sie kostenlos spielen. Zumindest auf den ersten Blick.

Das erste Browsergame überhaupt

Als erstes Browsergame seiner Art gilt allgemein SOL. Dieses erschien 1993 nahezu zeitgleich mit den ersten grafik-fähigen Browsern. Da HTML  damals und heute nicht echtzeitfähig ist, handelte es sich bei SOL um ein rundenbasiertes Game, bei dem tausende Spieler gegeneinander antreten. Die Betonung liegt auf antreten, denn noch immer wird SOL von ungefähr 4000 Spielern gespielt. Interessant daran ist, dass SOL persistent ist, was bedeutet, dass es keinen Reset kennt und seit seinem Start noch nie zurückgesetzt wurde.

Der Vater moderner Browsergames, als Games die auf Webtechnologien basieren, ist sicherlich Planetarion. Das Game schoss sich aber selbst ins aus, nachdem der Gratis-Zugang abgeschafft wurde und jeder Spieler zahlen hätte müssen. Auf seinem Höhepunkt spielten fast 175.000 Spieler dieses Browsergame. Die Zahl nahm allerdings aufgrund der Kostenpflichtigkeit massiv ab.

Drakensang Online Screenshot

Drakensang Online Screenshot

Sind Browsergames wirklich kostenlos?

Das Beispiel von Planetarion zeigt sicherlich, dass kostenpflichtige Browsergames an sich nicht wirklich angenommen werden. Ich denke, kaum jemand würde hier von Anfang an Geld investieren. Aus genau diesem Grund sind Browsergames in der Regel auch kostenlos zu spielen.

Dennoch finanzieren sich die meisten Games durch Microverkäufe. Der Spieler kann im Spiel, gegen echtes Geld, Items kaufen, die den Spielverlauf vereinfachen und den Spieler schneller voranschreiten lassen. Diese Items kann der Spieler kaufen, muss es aber nicht. Dennoch kann so manches Game sehr schnell sehr langatmig ohne diese werden. Dies wird von den Entwicklern bewusst eingesetzt, um die Spieler zum Investieren von echtem Geld zu bewegen. Und sieht man sich die Umsatzzahlen an, machen das offensichtlich auch viele Spieler.

Wohin die Reise geht!

Die Entwicklung der Browsergames ist klar. Durch immer bessere Nutzungen von Webtechnolgien, wie z.B. AJAX, Flash oder JAVA, geht der Trend eindeutig zu immer actionlastigeren Games. Auch die Grafik wird deutlich besser, so dass der Unterschied zu herkömmlichen Games immer kleiner wird. Es ist zu beobachten, dass die Qualität der Games steigt.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

5 Responses to Browsergames – Geschichte, Entwicklung und Zukunft

  1. Gunnar says:

    Ich kann zur Frage der Finanzierung von Games sagen, dass es neben den Mikro-Käufen, die tatsächlich hier eine große Rolle spielen, auch Werbung eine feste Größe ist. Je höher der Traffic auf der Seite ist, desto eher kann man sich davon finanzieren. Vor allem gilt das natürlich für Seiten, die mehr als ein Game präsentieren.

  2. Dani says:

    Schöner Artikel.
    Ich persönlich spiele ausser einem Fussball-Browsergame keine weiteren. Jedoch bin ich insgesamt ziemlich davon fasziniert und denke, dass es mich in Zukunft schon noch mehr interessieren wird.
    Ich denke, dass es vor allem auch weitere Games geben wird, welche quasi Browser- und Desktopgames verbinden. Es wird noch im Browser gespielt aber es muss auch Software installiert werden. Dadurch könnte man z.B. besser Grafik umsetzen, da ein Teil der Daten bereits lokal gespeichert ist.

  3. Quelly1985 says:

    Das mit den Finanzieren ist doch ganz logisch. In diesen Spielen steckt ein Berg von arbeit und da ist es doch logisch das sie auf Verkäufe hoffen. Irgendwie müssen auch die Entwickler ihre Umkosten decken. Gut ich bin jetzt ein Spieler an denen sie nicht viel verdienen aber es gibt da ja noch andere Exemplare ;-).

  4. Die Entwicklung der Browsergames ist beeindruckend. Sie bieten heute teilweise mehr als Spiele, die es zu kaufen gibt. Ich bin gespannt, wie sich der Markt weiterentwickelt.

  5. Manfred Glemm says:

    Sehr cooler Beitrag find ich !!! ich kann es kaum erwarten noch mehr Browsergames in den nächsten Jahren zu sehen bei der Jetzigen spiel lage gibt es ja schon Zahlreiche !!!

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