Das Handy als Virenschleuder

Smartmobile, YouTube, Nokia, LumiaBereits jedes Kind weiß: Auf Rolltreppengeländern, öffentlichen Toiletten oder Geldmünzen tummeln sich Bakterien und Viren, weshalb wir uns regelmäßig die Hände waschen sollten. Was jedoch auch uns Erwachsenen oftmals nicht bewusst ist: Von diesen kleinen ungebetenen Besuchern, welche wir über den Tag einsammeln, landet ein Großteil früher oder später auch auf dem Smartphone, denn dieses entsperrt der durchschnittliche Nutzer laut Daten von Locket App ganze 110 Mal am Tag. Gemäß dem Molekularbiologen Dr. Simon Park von der Universität in Surrey können Laborproben, welche die Viren auf einem Smartphone erfassen, eine Geschichte über den Besitzer dieses Smartphones erzählen. Da wir dieses meist sehr nahe am Körper tragen und während dem Telefonieren sogar der direkte Kontakt zum Gesicht besteht, spielt auch die Hygiene des mobilen Begleiters eine große Rolle, um Krankheiten zu vermeiden. Was du tun kannst, um die „Bakterienschleuder Handy“ zu umgehen, verraten wir dir in diesem Beitrag. Weitere Tipps zum pfleglichen Umgang mit dem Smartphone finden sich im Blog von Reparando.

Bildschirm und Backcover regelmäßig säubern

Das Smartphone ist aus unseren Hosentaschen nicht mehr wegzudenken und meist in ständiger Benutzung. Insbesondere der Touchscreen der Geräte vereinfacht uns die Bedienung enorm, wobei wir jedoch nicht selten unschöne Fettspuren hinterlassen. Die Biologiestudenten einer Universität in England wiesen nach, dass ein Brillenputztuch die sich auf der Oberfläche eines Smartphones befindlichen Bakterien in jedem dritten Fall vollständig entfernt. Auch ein Mikrofasertuch kann dir hierbei gute Dienste leisten. Mithilfe einfacher Drehbewegungen lässt dieses bei jedem vierten Gerät bis zu 100% der kleinen Organismen verschwinden. Ein Großteil der Viren ist mithilfe dieses lohnenswerten Tricks bereits entfernt.

Wenn du dein Smartphone gerne unterwegs und zwischendurch putzen möchtest, sind Mini Cleaner genau das richtige für dich. Diese kannst du beispielsweise an der Rückseite deines Gerätes befestigen. Sämtliche Putztücher solltest du regelmäßig wechseln beziehungsweise waschen, um zu vermeiden, dass die Bakterien bei der nächsten Reinigung erneut auf das Smartphone wandern.

Verzichte bei der Reinigung deines Handys auf Spülmittel oder Glasreiniger. Diese aggressiven Chemikalien greifen die Oberflächen an und beschädigen sie. Wir empfehlen, grundsätzlich auf zusätzliche Reinigungsmittel zu verzichten, da die Garantie des Smartphone-Herstellers nach der regelmäßigen Verwendung eines solchen Mediums erlischt. Solltest du dich jedoch durch die Verwendung spezieller Touchscreen-Reiniger sicherer fühlen, sollte dessen Zusammensetzung möglichst auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren und weder Seife noch Lauge enthalten. Wichtig ist auch, dass du das Mittel sparsam einsetzt, um zu vermeiden, dass es in kleine Öffnungen des Smartphones gerät und dort einen großen Schaden anrichtet.

Verwende eine Zahnbürste als Werkzeug

Nicht selten werden insbesondere auf öffentlichen Toiletten die Erreger von Hepatitis A oder Grippeerkrankungen nachgewiesen. Schnell sind diese von der Toilettenpapierrolle auf das Smartphone gewandert, während auf dem stillen Örtchen eine kurze Nachricht versendet wird. Speziell kleine Vertiefungen wie Risse im Display oder Lautsprecheröffnungen eigenen sich hierbei als Brutstätte für Bakterien, welche sich dort bis zu mehreren Monaten aufhalten können. Wichtig ist neben der oberflächlichen Reinigung daher auch die Säuberung von Rillen, Lautsprechergittern und Bildschirmkratzern. Als Hilfsmittel empfehlen wir dir eine einfache (selbstverständlich unbenutzte) Zahnbürste, mit welcher du auch die letzten Winkel erreichst.

Baue dein Smartphone möglichst nicht auseinander

Einige Smartphone-Modelle erlauben das unkomplizierte Herausnehmen des Akkus, der SIM und Speicherkarte, sowie das Abnehmen des Backcovers. In dem Fall können diese Teile problemlos gereinigt werden. Einige Handys, wie beispielsweise das iPhone 6 oder das Samsung Galaxy S6 haben jedoch fest verbaute Akkus. Keinesfalls solltest du bei diesen Modellen Schrauben lockern, um an die entsprechenden Stellen zu gelangen, da der Hersteller ab diesem Zeitpunkt keine Garantie mehr auf das Gerät gibt.

Vorsichtig solltest du bei elektronischen Anschlüssen wie dem Antennenanschluss, der Kopfhörer- oder Ladebuchse sein. Um Folgeschäden in Form von Kurzschlüssen oder anderen Beschädigungen zu vermeiden, solltest du die Reinigung dieser Stellen lieber unterlassen oder im Notfall an einen Profi übergeben.

Die beste Lösung, um Bakterien auf dem Smartphone vorzubeugen, besteht jedoch darin, regelmäßig die Hände zu waschen und stets eine Schutzfolie auf das Glas aufzubringen, welche du regelmäßig austauschen kannst.

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About Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. > Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

5 Responses to Das Handy als Virenschleuder

  1. Das Handy als Virenschleuder via @Karasutech https://t.co/EHACZQbOoD

  2. TechnikMan says:

    Kann man da was gegen machen?? Und was ist mit anderen Technischen geräten wie Kühlschrank, Wlan Routern, Staubsaugern, Bachofen ist es da auch so schlimm ?

  3. DamnDaniel says:

    Ja das ist wirklich ein großes Problem, vor allen DSingen weil das Handy auch immer so warm ist. Da hilft nur das Handy manchamal zu desinfizieren, auch wenn sich flüßigkeit und Technik nicht immer verstehen werden.,

  4. Norbert says:

    Ich desinfiziere mein Handy-Display jeden Tag mit Desinfektionsmittel, wenn ich von meiner Arbeit an der Uni nach Hause komme. Dank Schutzfolie über dem Display gab es bis jetzt noch keine Probleme…

  5. Franz says:

    Davon kann ich Lied singen. Das Handy muss bei der Reparatur natürlich von mehreren Leuten in die Hand genommen werden und gerade in der Grippezeit muss man höllisch aufpassen, dass der Kunde die Viren nicht auf die Mitarbeiter übertragt. Bis jetzt ist zwar immer alles gut gegangen, aber das liegt wahrscheinlich auch am Desinfektionsmittel.

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